Pflastersteine selbst verlegen: Was geht – und wo es teuer wird
Einen Gartenweg kann ein geübter Heimwerker durchaus selbst pflastern. Bei Einfahrten sieht die Rechnung anders aus. Hier der ehrliche Überblick.
Die Schritte im Überblick
- Auskoffern: Gehweg 25–35 cm, Einfahrt 45–60 cm tief – bei 30 m² Einfahrt sind das schnell 15–18 m³ Erdaushub (über 25 Tonnen!).
- Tragschicht einbauen: Schotter lagenweise mit der Rüttelplatte verdichten. Der häufigste Heimwerkerfehler: zu wenig Material, zu wenig verdichtet.
- Randsteine in Beton setzen: Ohne stabile Einfassung wandert jede Fläche.
- Splittbettung abziehen: Mit Lehren und Richtscheit auf exaktes Gefälle (2 %).
- Verlegen, verfugen, abrütteln: Aus der Fläche arbeiten, Fugen einsanden, mit Plattengleiter abrütteln.
Kostenvergleich am Beispiel Gartenweg (15 m²)
| Eigenleistung | Fachbetrieb | |
|---|---|---|
| Material (Steine, Schotter, Splitt) | 500–800 € | im Preis enthalten |
| Maschinenmiete (Rüttelplatte, ggf. Bagger) | 150–350 € | – |
| Entsorgung Aushub | 150–300 € | im Preis enthalten |
| Arbeitszeit | 2–4 Wochenenden | 2–3 Arbeitstage |
| Gesamt | 800–1.450 € + Zeit | 1.100–1.800 € |
Beim Gehweg spart Eigenleistung also einige hundert Euro – wenn Werkzeugumgang und Rücken mitspielen. Bei Einfahrten kippt die Rechnung: Erdmassen, Verdichtungstechnik und die Folgekosten eines schlechten Unterbaus (Absackungen nach dem ersten Inntal-Winter) machen den Profi fast immer zur wirtschaftlicheren Wahl.
Der sinnvolle Mittelweg: Eigenleistung + Fachbetrieb
Viele unserer Partnerbetriebe kombinieren gern: Sie übernehmen Abbruch und Aushub selbst, der Betrieb liefert Unterbau und Verlegung mit Gewährleistung. So sparen Sie Geld, ohne die Haltbarkeit zu riskieren – sprechen Sie es einfach im Vor-Ort-Termin an.